DAS MALSPIEL

MALORT-KRITERIEN

NACH ARNO STERN

Malspiel Salzburg

Nonntaler Hauptstrasse 80

5020 Salzburg

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"Lasst den Künstlern ihre Kunst und den Kindern ihre Gunst.

Doch das schönste Spiel vernichtet, wer mit Kunst sie unterrichtet."

Arno Stern

 

Das Malspiel. Ein Kind ergreift einen Stift und man sagt es zeichnet. Das Kind allerdings drückt sich aus und es entfließt ihm seine Spur. Lässt man dies zu, so entwickelt sich die Formulation. Was sich im Raum des Blattes entwickelt, entsteht in Wirklichkeit im Inneren des Kindes. Es entfließt dem Kind aus seinem ureigenen Bedürfnis heraus, was in der embryonalen Erinnerung gespeichert ist. Dieser Vorgang ist bei jedem Menschen gleich. Kinder stellen heutzutage kaum mehr Eigenes dar, sondern lernen meist nur mehr möglichst perfekt etwas nachzuahmen oder nachzumachen.

 

Im Malspiel spielt das Kind mit dem Pinsel und der Farbe auf dem Papier ebenso, wie mit den Bild-Dingen, die es inszeniert. Das Kind wird von der dienenden Person dabei weder angeleitet noch gebremst. Das Anbringen der Blätter an der Wand, das Zeigen des Umgangs mit Pinsel und Farbe schafft Verbundenheit zwischen dem Kind und der dienenden Person. Das Kind erlebt somit die Freiheit seine Spur entfließen zu lassen und ohne Konkurrenz und Bewertung, kein Ergebnis erzielen zu müssen. Es empfindet Wohlbefinden so richtig zu sein, genau so wie es ist.

 

Im Malort, der wie ein Traumland ist, zeugen die bunten Wände von vielen Abenteuern die hier erlebt wurden. Er ist ein geschützter Raum, der Geborgenheit und Versorgtheit vermittelt. In seiner Mitte steht der Palettentisch mit 18 Farben und 54 Pinseln. Hier trifft das Kind beim Eintauchen des Pinsels die anderen Teilnehmern der Gruppe und kehrt zu seinem Blattraum an der Wand zurück. Diese Pendelbewegung ist wie ein Ritual, in dem es sich von der Abhängigkeit der Begutachtung anderer befreien kann. Dies stärkt die Persönlichkeit und Sicherheit des Kindes. Das Kind kehrt zu seinem wahren Wesen zurück.

 

Am Ende der Malstunde verbleiben die bemalten Blätter im Malort, um sorgfältig archiviert oder in einer Woche fortgesetzt zu werden. Die Bilder werden niemals zu Werken, die der Kommunikation mit dem Betrachter dienen, sondern gehören einzig dem Kind.

 

Das Malspiel ist keine Form der Therapie. Das Geschehene wird nie besprochen oder interpretiert. Es dient rein dem Selbstzweck. Daher endet die Formulation im Malspiel nie und macht somit Einzelstunden oder kurze begrenzte Zeiträume wenig sinnvoll.